Könnte Histamin bei Ihren Beschwerden eine Rolle spielen?
- Herzrasen nach Kaffee?
- Rotwein wird plötzlich nicht mehr vertragen?
- Schlafstörungen trotz Erschöpfung?
- Wiederkehrende Kopfschmerzen oder Migräne?
- Hautreaktionen ohne erkennbare Ursache?
- Innere Unruhe oder Angstgefühle?
Wenn Ihnen mehrere dieser Beschwerden bekannt vorkommen, könnte es sinnvoll sein, Histamin als möglichen Einflussfaktor näher zu betrachten.
Was genau ist Histamin und wie kommt es in unseren Körper?
Histamin hat allgemein einen schlechten Ruf, denn es wird zuallererst mit Allergien in Verbindung gebracht. Allerdings ist Histamin ist ein Gewebshormon und zugleich ein Neurotransmitter, der im menschlichen Körper lebenswichtige Aufgaben erfüllt. So reguliert es z.B. den Schlaf-Wach-Rhythmus, den Blutdruck oder die Darmbewegungen.
Histamin wird hauptsächlich in den Mastzellen des Körpers gebildet und durch Nahrung aufgenommen.
Wenn das Verhältnis von Histaminzufluß in den Körper größer ist als der Histaminabfluß kommt es zu Symptomen. Diese können sich bei Streß verstärken oder beim Verzehr von histaminhaltigen Lebensmitteln bzw. Histaminliberatoren (diese enthalten selbst kein Histamin, bewirken aber eine Histaminausschüttung im Körper).
Das Histamin-Faß im Körper ist sozusagen am Überlaufen.
Histamin in den Wechseljahren-typische Symptome
Durch Histamin ausgelöste Symptome können beispielsweise sein:
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Husten, Asthma
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Kopfschmerzen/Migräne,
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Juckreiz der Haut oder Hautausschläge
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laufende oder verstopfte Nase
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Durchfall
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Sodbrennen
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Ängste
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Schlafstörungen
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Schwindel u.v.m.
Herzrasen, starke Atembeschwerden, Schwellungen oder andere akute Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden
Warum Hormone histaminbedingte Beschwerden beeinflussen können
1) Hormonungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron
Häufig kommt es bei Frauen in der Prä- bzw. Perimenopause ab ungefähr dem 40.Lebensjahr zu Problemen mit Histamin. Die Frauen bemerken, dass sie mit Herzrasen auf Kaffee reagieren, was vorher nicht der Fall war. Salami oder langgereifter Käse verursachen ebenfalls Beschwerden, Rotwein wird nicht mehr (gut) vertragen. Zusätzlich machen psychische Symptome den Frauen zu schaffen.
Ich erlebe es in meiner Praxis leider häufig, dass Frauen für diese Beschwerden belächelt werden oder ihnen gesagt wird, dass dies in der Zeit des hormonellen Wechsels normal sei und man nichts tun könne außer sich histaminarm zu ernähren oder Antihistaminika einzunehmen. Dem ist bei Weitem nicht so!
Diese Maßnahmen können für manche Betroffene hilfreich sein. Häufig lohnt es sich jedoch zusätzlich, möglichen Ursachen individuell nachzugehen.
In der der Prä- bzw Perimenopause sinkt der Progesteronspiegel bei den Frauen. Dies ensteht durch Zyklen ohne Eisprung bzw. die Gelbkörper produzieren nicht mehr ausreichend Progesteron. Es kann zu einem Überschuß an Östrogen im weiblichen Körper kommen, was Östrogendominanz genannt wird. Diese Östrogendominanz führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen.
In dieser Phase fehlt Progesteron als natürlicher Gegenspieler. Ein ausgeglichener Progesteronspiegel hingegen kann die Mastzellen stabilisieren.
2) Streß, Darmprobleme und Mikronährstoffmängel als weitere Ursachen
Wenn nun zu diesem hormonellen Ungleichgewicht Streß im Beruf oder in der Familie hinzu kommt, dann erhöht dies den Histaminspiegel. Häufig werden solche stressigen Phasen auch von einer ungesunden Ernährung bestimmt, die wiederum den Histaminspiegel ansteigen lassen kann.
Ist dann noch die Darmschleimhaut durch Streß oder ungesunde Ernährung geschädigt und siedeln sich dort histaminproduzierende Bakterien an, dann kommt das Histamin-Faß, wenn nicht schon geschehen, bei den Frauen in den Wechseljahren zum Überlaufen.
Werden dann noch regelmäßig z.B. bestimmte Blutdrucksenker eingenommen oder Magensäureblocker, kann es bei langfristiger Einnahme zu einem Mangel an bestimmten Mikronährstoffen kommen, die wichtig für den körpereigenen Histamin-Abbau sind.
Was Sie bei Verdacht auf Histaminprobleme tun können
Was können Sie also tun?
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Lassen Sie Ihr Mikrobiom und den Zustand Ihrer Darmschleimhaut bestimmen.
In meiner Praxis mache ich dies über ein spezialisiertes Labor mittels einer Stuhlprobe und lasse zusätzlich auch vorliegende histaminproduzierenden Bakterien im Labor bestimmen. -
Eine Bestimmung der Histamin- Abbaukapazität kann Sinn ebenfalls machen. Dies wird über eine Urin-Probe in speziellen Laboren analysiert.
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Hatten Sie viel Streß und fühlen Sie sich erschöpft? Eine Bestimmung des Zustands der Nebenniere kann Sinn machen. Ich führe diese Test über eine Speichelbestimmung in meiner Praxis durch. Eine erschöpfte Nebenniere kann zum sog. Progesteron-Steal führen und zusätzlich zum Progestron-Defizit beitragen!
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Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein oder ernähren Sie sich sehr einseitig? Eine Bestimmung wichtiger Vitamine und Mineralien für den Histamin-Abbau im Körper kann Sinn machen! Dies gilt auch, wenn Sie unter Verdauungsproblemen leiden und eine evtl. geschädigte Darmschleimhaut die Aufnahme von wichtigen Mineralien und Vitaminen vermindert.
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Lassen Sie einen Status der Geschlechtshormone im Labor bestimmen. Ich bestimme diesenbei meinen Patientinnen in meiner Praxis bevorzugt über den Speichel.
Vielleicht fragen Sie sich schon länger, warum Ihr Körper plötzlich anders reagiert als früher oder vielleicht haben Sie sich in einigen der beschriebenen Beschwerden wiedergefunden.
Gerade in den Wechseljahren verändern sich viele Prozesse gleichzeitig. Nicht immer steckt hinter Beschwerden nur „das Alter“ oder „die Hormone“. Häufig lohnt sich ein genauer Blick auf mögliche Einflussfaktoren wie Darmgesundheit, Stressbelastung, Mikronährstoffe oder die individuelle Hormonsituation.
Wenn Sie Ihre Beschwerden besser verstehen möchten und sich eine naturheilkundliche Begleitung wünschen, unterstütze ich Sie gerne auf diesem Weg.
Vereinbaren Sie gerne einen Termin in meiner Praxis. Gemeinsam suchen wir nach möglichen Einflussfaktoren, die zu Ihren Beschwerden beitragen könnten, und entwickeln ein individuelles naturheilkundliches Behandlungskonzept
