Haben Sie das Gefühl, dass sich Ihre Schmerzen trotz Physiotherapie, Medikamenten oder anderer Behandlungen kaum verbessern?

Vielleicht wurden bereits Röntgenbilder oder MRT-Aufnahmen gemacht – und trotzdem gibt es keine zufriedenstellende Erklärung für Ihre Beschwerden?

Viele Menschen mit chronischen Schmerzen erleben genau das. Die gute Nachricht: Schmerzen entstehen häufig durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Deshalb kann es sinnvoll sein, den Blick über Gelenke und Muskeln hinaus zu erweitern.

In meiner Praxis begegne ich häufig Rücken-, Nacken- und Knieschmerzen. Naturheilkundliche Ansätze können dabei ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik und Therapie betrachtet werden. 

 

 

Die Betrachutung von Schmerzen in der naturheilkundlichen Schmerztherapie

Schmerzen erfüllen zunächst eine wichtige Warnfunktion. Bestehen sie jedoch über Monate oder Jahre, können sich Prozesse im Nervensystem verändern. Das Schmerzempfinden kann empfindlicher werden und Beschwerden bleiben bestehen, obwohl die ursprüngliche Ursache möglicherweise längst abgeheilt ist.

Deshalb ist es wichtig rechtzeitig den Schmerzen entgegen zu wirken, nicht nur einzelne Symptome zu betrachten, sondern den Menschen als Ganzes. Dies geschieht in der ganzheitlichen Schmerztherapie.

Wenn trotz sorgfältiger Untersuchung keine eindeutige Ursache gefunden wird, kann es sinnvoll sein, weitere mögliche Einflussfaktoren zu betrachten. Die folgenden Punkte stellen keine abschließende Diagnose dar, sondern beschreiben Bereiche, die aus naturheilkundlicher Sicht bei chronischen Schmerzen berücksichtigt werden können.

 

 

Schmerzen haben oft mehr als nur eine Ursache

In meiner Praxis zeigt sich immer wieder, dass chronische Schmerzen häufig nicht nur durch einen einzelnen Faktor entstehen. Neben bekannten Ursachen wie Arthrose, Bewegungsmangel oder Fehlbelastungen können auch andere Einflussfaktoren eine Rolle spielen.

Dazu gehören beispielsweise:

 

Selbstverständlich sollten mögliche strukturelle Ursachen zunächst schulmedizinisch abgeklärt werden. Bildgebende Verfahren können wichtige Hinweise liefern und helfen, ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Doch was passiert, wenn die Untersuchungen keine eindeutige Erklärung liefern – die Schmerzen aber weiterhin bestehen?

Genau dann kann es sinnvoll sein, den Blick zu erweitern und mögliche Zusammenhänge zu betrachten, die im Praxisalltag oft weniger Beachtung finden.

 

Fühlen Sie sich in einigen dieser Punkte wieder?

 

Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten können, könnte es sinnvoll sein, mögliche Zusammenhänge genauer zu betrachten.

Im weiteren Verlauf dieses Artikels stelle ich Ihnen fünf Einflussfaktoren vor, die ich bei Menschen mit chronischen Schmerzenn (Rücken- Nacken- oder Gelenkschmerzen) in meiner Praxis häufig beobachte.

 

Ursachen von chronischen Schmerzen

Neben allgemein bekannten Schmerzverursachern, wie z.B. Bewegungsmangel, blockierten Gelenken, degenerativen Gelenken (z.B. Arthrose), Übergewicht, gibt es eine Reihe von Ursachen, an die man zusätzlich bei chronischen Schmerzzuständen denken sollte. 

 

1) Chronischer Streß

Chronischer Streß ist ein relevantes Thema bei den Patienten in meiner Praxis. Durch die Anforderungen im Arbeitsalltag und im Privatleben fühlen sich viele meiner Patienten dauerhaft gestreßt und haben das Gefühl schlecht oder kaum noch abschalten und runterfahren zu können.
Streß führt nicht nur zur Anspannung der Muskulatur, sondern auch zu einem erhöhten Mikronährstoffverbrauch. Dieser kann zu einem Mangel und langfristig zu Problemen führen.
Je nach individueller Situation kann eine Diagnostik von Vitaminen und MIneralien sinnvoll sein, um diese gezielt zu substituieren.

Streß beeinflußt außerdem unser Hormonsystem und kann über den sog Progesteron-Steal über erniedrigte Progesteronwerten zu Schmerzen führen. Dies ist nicht nur bei Frauen relevant, sondern auch bei Männern!

Wichtig ist es hier individuell die Hormonlage zu überprüfen.

 

2) Schlechter Schlaf

Schlaf wirkt regenerierend. Unser kompletter Körper kann bei erholsamen Schlaf in eine Art Reparatur-Modus gehen. Unsere Nebennieren können sich über Nacht erholen.

Wenn der Schlaf dauerhaft schlecht ist, dann fehlt dieser so wichtige Mechanismus. Umso wichtiger ist es, diesen dahin gehend zu regulieren, dass man am Morgen erholt aufwacht und mit Energie in den Tag starten kann. Dazu gibt es viele Möglichkeiten: pflanzliche Stoffe, wie Baldrian oder Melisse, Melatonin, die Aminosäure Glycin, Akupunktur oder homöopathische Mittel. Oftmals ist eine Kombination verschiedenster Ansätze sinnvoll.

Wichtig ist dieses Thema auch bei Frauen in der Peri- bzw Menopause, bei denen durch die hormonellen Veränderungen Schlafstörungen auftreten können. Je nach Symtombild kann hier eine umfassende Hormondiagnostik mit einem Cortisolprofil Sinn machen.

 

3) Histaminthematik

Ein erhöhter Histaminspiegel kann mit verschiedenen Beschwerden verbunden sein.
Neben Entzündungen kann ein Histaminüberschuß im Körper zu Atemnot, Hustenreiz, tränenden Augen/Nase, Quaddelbildung, Hautrötung /-reizung, Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Herzrhythmusstörungen, Schwindel oder Blutdruckschwankungen führen.

Die Frage ist, wodurch die Histaminausschüttung ausgelöst wird. Oftmals finde ich bei meinen Patienten und der in Auftrag gegebenen Diagnostik die Ursache im Darm, wenn die Darmbarriere gestört ist oder der Darm mit Histamin bildenden Bakterien besiedelt ist.
Eine Antwort liefert dabei eine Mikrobiom-Analyse bei der auch der Zustand der Darmschleimhaut untersucht wird.

Auch chronischer Streß und Schlafmangel oder eine (relative) Östrogendominanz können Histamin im Körper ansteigen lassen.

Des weiteren können Mikronährstoffmängel zu einem gestörten Histaminabbau im Körper führen. Diese Mechanismen kann man im Labor über eine Bestimmung der Histaminabbaukapazität messen lassen. Ebenfalls ist die Bestimmung relevanter Mikronährstoffe im Blut möglich. 

 

4) Eine Barriere-Störung der Darmschleimhaut (Leaky Gut)

Der „durchlässige Darm“ kann zu vielfältigen Problemen führen; dazu gehört auch das chronische Schmerzgeschehen. Wenn der Darm seine Barrierefunktion verliert und „durchlässig“ wird, können Toxine, unverdaute Nahrungsbestandteile, Bakterien etc in den Körper gelangen, die dort eine Immunantwort auslösen und u.a. zu Entzündungen bzw zu Schmerzen führen können. 

Durch die Entzündung auf der Darmschleimhaut kommt es in vielen Fällen auch zu einer deutlich eingeschränkten Aufnahmemöglichkeit von Vitaminen und Mineralien. Dieses Defizit kann ebenfalls wieder Probleme im Körper verursachen. Aus diesem Grund kommt dem Thema Darmgesundheit in der naturheilkundlichen Schmerztherapie eine wichtige Bedeutung zu.

 

5) Insulinresistenz

Insulinresistenz ist ein wichtiges Thema, was immer mehr Menschen betrifft.
Bei der Insulinresistenz reagieren die Zellmembranen der Körperzellen eingeschränkt auf Insulin, wodurch dieses schlechter in die Zellen kommt. Dabei nehmen die Zellen kaum bis gar keine Glukose mehr aus dem Blut auf. Für die Bauchspeicheldrüse ist das ein Signal noch mehr Insulin auszuschütten, um den Blutzucker zu regulieren. Ein Teufelskreis entsteht.

Neben Beschwerden wie ständige Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Heißhunger-Attacken und Gewichtszunahme (besonders am Bauch), können durch eine Insulinresistenz Entzündungen im Körper gefördert werden, die eben zu chronischen Schmerzen führen. Durch eine Blutuntersuchung kann analysiert werden, ob sich der Patient bereits in einer Insulinresistenz befindet und gezielt eine Therapie gestartet werden.

 

Sie möchten den möglichen Ursachen Ihrer Schmerzen auf den Grund gehen?

Wenn Sie trotz verschiedener Therapieversuche unter chronischen Schmerzen leiden und sich eine ganzheitliche Betrachtung Ihrer Beschwerden wünschen, begleite ich Sie gerne auf diesem Weg.
In einem persönlichen Gespräch besprechen wir Ihre individuelle Situation und prüfen gemeinsam, welche Untersuchungen und naturheilkundlichen Ansätze für Sie sinnvoll sein könnten.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin und lassen Sie uns gemeinsam nach möglichen Ursachen Ihrer Beschwerden suchen.